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Förderprojekt "Experte" für die 6. Klaßen



Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit treffen sich am Freitag, den 25.6.2010 junge Forscher des St.Ursula-Gymnasiums zu einer Expertentagung.
Seit Januar haben sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangßtufe 6 im Rahmen des Forder-Förder-Projektes „Experte“ zu Spezialisten in unterschiedlichen Themengebieten entwickelt.
Am Beginn des Projektes stand die Themenfindung: nach eigener Intereßenslage durften die Schüler ein Thema wählen, mit dem sie sich über einen längeren Zeitraum selbstständig beschäftigen wollten. Themen wie „Die Entwicklung der Schrift“, „Der Klimawandel“, „Enten“, „Flugzeuge“, „Voltigieren“, „Das alte ägypten“, „Rennreiten“, „Ballett“, „Wale“, „Das Bermuda-Dreieck“, „Dinosaurier“, „Olympische Winterspiele“ und „Das Mittelalter laßen die breite Fächerung der Intereßen der Schüler erkennen.
Nach der Themenfindung mußten die Schüler überlegen, wie sie sich dem Thema nähern, wie sie es gliedern und strukturieren, wie und wo sie recherchieren und sich informieren konnten. Dies alles war als selbstständiger Akt der Schüler angelegt.
Nach den Vorarbeiten (Gliederung durch Mind-Mapping) folgten Wochen der Informationßuche, des Auswählens und Wertens von Informationen und der kritischen Prüfung auf Verwendbarkeit für eine Facharbeit. Bis Ostern schrieben die Schüler an ihren Facharbeiten, wobei natürlich der Inhalt das Wesentliche war, aber auch Gestaltung, Design, Darstellungsweise, Einarbeitung von Fotos und Interviews usw. eine wichtige Rolle spielte.
Nach Abschluß der Facharbeit war es Aufgabe, eine Präsentation des Themas vorzubereiten, d.h. einen Vortrag, der durch eine Power-Point-Präsentation gestützt sein sollte. Dabei wurden zum einen Techniken von Power-Point erarbeitet und Vor- und Nachteile, Möglichkeiten und Grenzen erkannt, im Anschluß daran Vorträge nach Erarbeitung unterschiedlicher Vortragstechniken entwickelt.
Die Vorträge werden nun vor einem größeren Publikum in der Aula des St.Ursula-Gymnasiums gehalten.
Das Forder-Förder-Projekt findet am St.Ursula-Gymnasium im Rahmen der Individuellen Förderung im sogenannten Drehtürmodell statt: d.h. die Schülerinnen und Schüler verlaßen für 2 Stunden pro Woche ihren Fachunterricht und arbeiten in diesem Projekt. Daß der versäumte Unterrichtßtoff selbstständig nachgelernt wird, versteht sich von selbst.
Begleitet wird das Projekt vom Landesinstitut für Individuelle Förderung (LIF) in Münster und von der Universität Münster. An unserer Schule wird es unterstützt und gefördert durch die Richard Pelz und Helga Pelz-Anfelder-Stiftung.
Ziel des Projektes ist es, Kinder individuell in ihren Begabungen herauszufordern, Intereßen zu wecken und zu entfalten, nachhaltiges, anspruchsvolles Lernen anzuregen und Strategien selbstgesteuerten Lernens zu fördern.