Schulprojekt: Kambodscha - Blick über den Tellerrand
>>Unser Schreibwarenladen
Entstehung des Projekts
- Zum Ursula-Fest 21. 10. 1997 aus der Überlegung, unsere bisher eher gedanklich ausgeübte Solidarität in einem konkreten Entwicklungshilfeprojekt auszudrücken.
- Aufruf im August 1997,, unterstützungswürdige Projekte aller Art im In- und Ausland auf der neu eingerichteten Pinnwand vorzustellen.
- Resonanz: 16 Projekte unterschiedlichster Art wurden von Schüler/innen und Kollegen/innen vorgestellt. Mit überwältigender Mehrheit wurde von den Schülern/innen das Kambodscha-Projekt gewählt.
- Kriterien für die Auswahl: Anbindung des Projekts an eine uns bekannte Person hier in Deutschland, direkter Ansprechpartner vor Ort, der uns über die Verwendung unserer finanziellen Mittel unterrichtet, Vertrauensverhätnis zwischen dem, der das Projekt vorschlägt und dem, der es vor Ort leitet, Weiterführung des Projekts, auch wenn der Leiter vor Ort aus irgendeinem Grund ausfällt, echte Notlage der Menschen und die Möglichkeit, "Hilfe zur Selbsthilfe" zu leisten, Lernen auf unserer Seite d.h. eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebensbedingungen, ein Kennenlernen der anderen Mentalität, eine Erweiterung unserer Sichtweise in Hinblick auf globales Denken, nicht nur für ältere Schüler, sondern auch für die Unterstufe.
Zusammenarbeit mit der NGO "Partners in Compassion"
NGO = Non-government organization: lokale und internationale Organisation, hier: eine sehr kleine staatlich anerkannte Hilfsorganisation, finanziell unterstützt von einem amerikanischen Arzt, einigen Privatpersonen in Deutschland, z.T. von der Schweizer Schmitz-Hille-Stiftung und dem Gymnasium St. Ursula
Ansprechpartner vor Ort: Herr Patrick Mooney in Phnom Penh
Pat ist irischer Laienmissionar, der mit unserer Kambodscha-AG neue Projekte plant und ihre Durchführung vor Ort begleitet und betreut. Kontakt über regelmäßigen Austausch von emails und durch regelmäßige Besuche an unserer Schule
Umsetzung des Projekts:
Kambodscha-AG, 14-tägig dienstags, 13.40h
Ziele:
- Informationen über das Land und die Lebenssituation der Menschen in Kambodscha zu sammeln und in der Schule zu veröffentlichen, damit das Projekt auch wirklich als Schulprojekt im Bewusstsein unserer Schüler/innen und Lehrer/innen verwurzelt ist.
- Geld zu sammeln, um Projekte in Kambodscha zu finanzieren
Konkrete Aktionen: Informationsflugblätter, Spendenaufruf, Kuchenverkauf am Elternsprechtag, Trödelmarkt, vorweihnachtliche Bücher- und Spiele-Basare, Urlaubsrestdevisenaktion bei der Euro-Einführung in Zusammenarbeit mit der Volksbank, regelmäßige Benefizkonzerte, 2 Sternmärsche mit anschließendem Schulfest und seit Beginn des Schuljahres 2004/2005 ein schulinterner Schreibwarenladen
Bisherige Projekte in Kambodscha
- Finanzierung von Hütten
- Schule im Bodin-Slum von Phnom Penh, hier wurden Jungen und Mädchen in drei Klassenzimmern in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet
- Die Schule fiel einem Brand zum Opfer, die Menschen wurden von der Regierung ausgesiedelt.
Soforthilfe für die Brandopfer, ca 10.000 Menschen wurden obdachlos
- Aufbau einer kleinen Schule in Toul Tang, 2004 an die Katholische Kirche Kambodschas übergeben
- Aufbau eines Ausbildungszentrums für Näherinnen in Sen Sok und Prek Rai
- Ausbildung zu Kosmetikerinnen und Friseurinnen
- Unterstützung einer aidskranken Witwe und ihrer 2 HIV-infizierten Kinder
- Elementarunterricht für HIV-infizierte Kinder in der buddhistischen Tempelanlage Wat Opot
- Veröffentlichung von pädagogischem Material zur buddhistischen Erziehung
In einem Comic soll den Kindern hier etwa verdeutlicht werden, dass man durch eifriges Lernen in der Schule später Erfolg haben wir, Verweigerung zu einer unrühmlichen Karriere führt
- Finanzierung eines Wohnheimes für "verkaufte Kinder" im Komar Rik Rey-Projekt in Battambang. Hier erhalten sie Unterkunft, Nahrung, Bildung und eine Chance, trotz der seelischen Traumata wieder "Kind" sein zu können
Für das Schuljahr 2004/2005 ist die weitere Unterstützung des Projekts für "verkaufte Kinder" geplant, die Finanzierung von weiteren Ausbildungskursen und der Aufbau eines Kindergartens mit Vorschulerziehung in Prek Rai.
Für die Richtigkeit der Angaben
Christian Marx, Leiter des Projektes
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